4. Jahresempfang des Muslimrat München

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Am 15.11.2016 fand zum vierten Mal der Jahresempfang des Muslimrates, in Zusammenarbeit mit der Stelle für interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München im alten Rathaus statt.
Empfangen wurden unter anderem politische Ehrengäste, Vertreter verschiedener religiöser Einrichtungen, sowie zahlreiche Vertreter muslimischer Vereine.

Zunächst sprach der Münchener Stadtrat und Vorsitzender der Fraktion die Grünen, Dr. Florian Roth, im Namen der Stadt München das Grußwort und betonte die Notwendigkeit einer interkulturellen Kommunikation.

Herr Sokol Lamaj, der erste Vorsitzende des Muslimrates stellte rückblickend die sehr interessanten Aktivitäten des Muslimrates im vergangenen Jahr 2015 vor.

Der Festvortrag wurde gehalten vom Inhaber des Lehrstuhls für islamisch-religiöse Studien mit pädagogischem Schwerpunkt an der Universität Erlangen, Herrn Prof. Tarek Badawia. Aus aktuellem Anlass sprach Herr Prof. Badawia über die „Seelsorge in München“. Leider fehlt sehr oft vielen Muslimen in Deutschland in krisenhaften Situationen die Begleitung durch islamische Seelsorgerinnen und Seelsorger, die ihre Sprache sprechen und den kulturellen und religions-spezifischen Hintergrund haben. Daher gibt es nun seit wenigen Jahren in Deutschland auch den Ausbildungsgang „Krankenhausseelsorge für Muslime“.

Den historischen Teil des Abends übernahm Herr Aykan Inan, Landesbeauftragter für interreligiösen und interkulturellen Dialog und stellvertretender Vorstandsvorsitzender vom Landesverband DITIB Südbayern. Er sprach über das 50-Jährige Bestehen der Moscheen in München.

Zum Abschluss gab es einen Erfahrungsaustausch von deutschen muslimischen Frauen, die in München arbeiten und sich gesellschaftspolitisch in vielen Bereichen engagieren. Sie berichteten von den Schwirigkeiten, Hindernissen, aber auch von positiven und lustigen Erlebnissen in ihrem Alltag als Muslima in München.

Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet durch den Sänger Mahmud Kökten.

Nach den Vorträgen wurde das Buffet eröffnet und es entstanden viele interessante und inspirierende, interkulturelle Gespräche in einer sehr entspannten und respektvollen Atmosphäre.