2. Jahresempfang des Muslimrat München

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Am 4.12.2014 fand der 2. Jahresempfang des Muslimrat München statt. Unter den etwa 300 Gästen befanden sich politische Ehrengäste, Vertreter verschiedener religiöser Einrichtungen, sowie zahlreiche Vertreter muslimischer Vereine. Die Veranstaltung fand im Alten Rathaus statt, ein ehrwürdiger Rahmen, um sich kennen zu lernen und auszutauschen. Die Anerkennung der Muslime als Teil der Mitte der Gesellschaft zeigte sich auch durch die Anwesenheit des 2.Bürgermeisters, der das Grußwort sprach.

Bürgermeister Schmid hob den Einsatz des Muslimrates für ein friedliches Miteinander in München hervor. Betroffen zeigte er sich über die aktuellen weltpolitischen Ereignisse und betonte die Notwendigkeit gemeinsam gegen Extremismus vorzugehen.

Herr Sokol Lamay, 1. Vorsitzende des Muslimrat München berichtete von den Aktivitäten im vergangenen Jahr und neuen Projekten in der Seelsorge und Altenpflege.

Den Festvortrag „Moscheen in München. Die unbekannte Seite des bürgerlichen Engagements“ hielt Professor Philip Anderson, Migrationsforscher und Professor für Interkulturelle Soziale Arbeit an der Hochschule Regensburg. Er berichtete über das muslimische Vereinsleben in München seit den 80er Jahren, lies es sich jedoch nicht nehmen einige kritische Anmerkungen zur aktuellen Lage des Dialogs zwischen Muslime und Kommune zu machen.

Unangekündigte Überraschungsgäste waren eine Jugendgruppe, die unter dem Namen „Dialograum“ eine Broschüre herausgebracht hatten, die 55 muslimische Gebetsräume in München präsentiert. Für diese Arbeit wurden die 14 Jugendlichen TeilnehmerInnen vom Muslimrat und den ProjektleiterInnen Zeinab Dhahri-Miskine und Claire Weemaes geehrt.

Aus aktuellem Anlass berichtet Herr Abdirisach Mohamed über die Flüchtlingssituation in München. Seit vielen Jahren engagiert er sich mit Hingabe für die Ausbildung und Förderung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Er berichtete von Erfolgen und bleibenden Herausforderungen und rief die muslimischen ZuhörerInnen zu mehr Beteiligung auf.

Im Anschluss fand das gemeinsame Essen statt, womit ein ungezwungener Rahmen geschaffen war, um neue Kontakte zu knüpfen und über das muslimische Leben in München ins Gespräch zu kommen.